»Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondem das ewige Leben haben.«
– Johannes 3, 16
Vorstellung der Diakone
Diakon Michael Jakob
Guten Tag liebe Schwestern und Brüder, mein Weg bis zum heutigen Tage war sehr facettenreich und wenn ich ihn beschreiben soll, so könnte man ihn in drei Ebenen gliedern:
Mein familiärer Weg: Mein Startschuss ins Leben war am 13. März 1964 in Duisburg, wo ich auch aufgewachsen bin, genauer gesagt in Duisburg-Marxloh. Bereits während des Studiums habe ich meine Frau Hildegard, die aus dem niederrheinischen Ort Kranenburg stammte, geheiratet. 1988 ist unsere Tochter Anna geboren. Zwei Jahre später bereicherte unserer Sohn David unsere junge Familie. Mit meinem Berufsstart bei der Gewerbeaufsicht sind wir 1992 nach Dorsten gezogen, wo auch unser drittes Kind, Fabian, 1994 geboren wurde. 1996/7 erfolgte dann der Hausbau in der Miere.
Mein beruflicher Weg: Nach der Realschule, einer Ausbildung zum Vermessungstechniker ging es weiter mit der Fachoberschule, Bundeswehr und Zivildienst und dem Physikstudium an der Uni-Gesamthochschule Duisburg. Dort habe ich 1991 als Diplom-Physikingenieur mein Studium beendet. Nach eine halbjährigen Tätigkeit in der Arbeitsvermittlung habe ich bei der Gewerbeaufsicht die Beamtenlaufbahn eingeschlagen. Im Rahmen von Umstrukturierungen in der Verwaltung ist die alte Gewerbeaufsicht mittlerweile in die Bezirksregierung Münster aufgegangen. Als technischer Aufsichtsbeamter bin ich hier tätig im Bereich Arbeitsschutz mit dem Schwerpunkt der Sicherheit beim Umgang mit Chemikalien und technischen Anlagen. Von 2005 bis 2008 erfolgte nebenberuflich die Ausbildung zum Diakon. Hierzu gehörte auch das Fernstudium der Theologie. Am 23. November 2008 bin ich dann zum Ständigen Diakon mit Zivilberuf geweiht worden.
Mein geistiger Weg: Nach meiner Kommunion bin ich Messdiener in St. Paul in Duisburg-Marxloh geworden. Als Jugendlicher habe ich angefangen über den Tellerrand der eigenen Gemeinde hinaus zu schauen - zunächst ins Dekanat, und da insbesondere zur Abtei Hamborn, und später darüber hinaus mit der Cursillo-Bewegung, der charismatischen Gemeindeerneuerung und verschiedenen Katholikentagen. Diese führte mich aktiv in verschiedene Haus- und Gebetskreise sowie zum Herausgeber einer kleinen Zeitschrift für die Erneuerungsbewegung im westlichen Ruhrgebiet. Der geistige Ansatz einer persönlichen Gottesbeziehung und einer lobpreisenden Grundhaltung, wie er in der Erneuerungsbewegung betont wird, haben mein geistiges Leben sehr stark geprägt.
Diakon Peter Leist
Im Jahr 1992 führte der Lebensweg meine Familie und mich in die St. Nikolaus-Gemeinde in Dorsten-Hardt. Zunächst meine Frau und unser älterer Sohn, bis dann 1994 unser zweiter Sohn geboren wurde. 1959 in Bottrop in einem weitgehend katholischen Umfeld geboren, habe ich eine für die damalige Zeit typische "Laufbahn" absolviert. Nach der Kommunion Messdiener, dann Jugendarbeit und Pfarrgemeinderat usw.
Mein erlernter Beruf ist Bankkaufmann und zurzeit arbeite ich im Bereich der Finanzverwaltung des Bistums Essen. 2003 sprach mich Pfarrer Becker auf die Möglichkeit des ständigen Diakonats an. Durch persönliche Vorbilder angeleitet hatte ich mich schon mit diesem Gedanken beschäftigt und so konnte ich seine Anfrage nach erneuten reiflichen Überlegungen positiv beantworten.
Nach vier Jahren der Vorbereitung und der Ausbildung wurde ich mit 10 anderen Kandidaten aus unserem Bistum, u.a. Michael Jakob aus St. Agatha, am 23.11.2008, dem Christkönigsfest, im Dom zu Münster zum ständigen Diakon mit Zivilberuf geweiht. In diesem Amt stehe ich also noch in den Anfängen.
Wir, meine Familie und ich, fühlen uns wohl in St. Nikolaus. Es ist uns aber bewusst, dass wir vor vielen notwendigen Veränderungen stehen. Die Kirche hat im Laufe ihrer Geschichte schon viele wechselvolle Zeiten überstanden, und so werden wir auch die neuen (alten?) Herausforderungen schaffen. Wir sind Gottes Kirche, und er lässt uns nicht allein.

